Linger-Brüder machen Schluss
Sport
Mittwoch, den 02. April 2014 um 14:27 Uhr
inger_lingerDas Feuer brenne nicht mehr so fest, meinen die Brüder-Linger und erklärten am 30. März ihre erfolgreiche Karriere als Doppelsitzer-Rodler als beendet.

 

 

Vor rund sechs Wochen erfüllten Wolfgang und Andreas Linger sich selbst und der gesamten sportbegeisterten Nation Österreich noch einmal den Herzenswunsch: Nur vom deutschen Team überrundet, rodelten die zwei Absamer die Silbermedaille im Doppelsitzer bei der Olympiade in Sotschi. Mit den Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen 2006 und 2010, fünf WM-, sowie sieben EM-Medaillen, dem Sieg im Gesamtweltcup haben die beiden Brüder gezeigt, dass sie zu den ganz Großen im Rodelsport gehören. Jetzt stellen sie die Rennrodel in die Ecke, die Familien sollen jetzt im Vordergrund stehen, gaben die Sportler am 30. März bekannt. „Unsere Familien waren ein Grund, der unbedingte Wille ein anderer. Wir machen die Dinge mit 100 Prozent oder gar nicht. Das erfordert maximale Leidenschaft, das Feuer muss brennen und das ist bei uns nicht mehr der Fall. Zumindest brodelt es nicht mehr so wie es sein soll, oder wie es sein muss, um nicht um die Plätze zu fahren, sondern um den Sieg“, erklärte Andreas Linger bei der Abschiedspressekonferenz in Wien.

 

Neuer Lebensabschnitt

1997 betraten die Lingers im Alter von 14 bzw. 15 Jahren die internationales Bühne, sechs Jahre später fuhren sie ihren ersten WM-Titel ein. Für die nächste Zeit werden die zwei das Ausbildungsangebot des Österreichischen Bundesheeres in Anspruch nehmen, zudem zeichnen sich Zusammenarbeiten mit dem Österreichischen Rodel-Verband und einem langjährigen Hauptsponsor ab. Definitiv sicher gibt es die Lingers in Seminarform: Nach einer dreijährigen Vorbereitungszeit mit Management Coach Christian Reitterer wird ab November 2014 ein Seminarprogramm für Führungskräfte präsentiert.

„Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, aber wie Andi schon gesagt hat, hat letztendlich die Motivation den Ausschlag gegeben. Wir wollen keine halben Sachen, entweder ganz oder gar nicht. Wir hatten als Spitzensportler eine fantastische Zeit, jetzt beginnt für uns ein neuer Abschnitt und auf den freuen wir uns ebenso wie über das was war“, ergänzt Wolfgang Linger beim emotionalen Abschied.

 

 

 
 

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