Halls Kultur gibt sich ein Stelldichein
Kunst & Kultur
Dienstag, den 03. Januar 2006 um 11:31 Uhr

Zu einem Kulturempfang lud gestern die Rot-Goldene Regierungsfraktion in Hall. Als Location wählte man dabei das Salzlager, das nun wieder endgültig den Haller Künstlern gehört. Nach der missglückten Landesausstellung leergeräumt, sollen nun – so wünschen es zumindest die Haller Politiker – bessere Zeiten für den Kunsttempel anstehen.

 

Hall. Mit dem erstmals durchgeführten Kulturempfang wollten Kulturreferent Thomas Mair und VBgm. Harald Schweighofer aufzeigen, dass es um die Kultur in Hall doch nicht so schlecht bestellt sei. "Hall ist das Salz in der Kultursuppe Tirols", versuchte Thomas Mair gleich zu Beginn einen Vergleich zur glorreichen Vergangenheit der Salzstadt zu bemühen.

Mit diesem Empfang wolle er die Arbeit der Kulturveranstalter und Künstler einmal ins rechte Licht rücken, aufzeigen, dass Hall zu Recht als Kulturstadt bezeichnet werden darf und sichtbar machen, dass die Kultur in Hall sich weiterhin entfaltet und wächst.

 

Rückblick 2005

Um diese seine Worte auch zu unterstreichen gab der Kulturobmann dann auch einen umfangreichen Rückblich auf die kulturellen Aktivitäten des Jahres 2005. Dieser reichte von der Hochkultur mit dem Osterfestival und musik+ der Galerie St. Barbara über Orgelkonzerte, Kirchenchor, die Musikschule bis zu den Chören usw. Aber auch die Theaterszene und die Jugendkultur seien äußerst rührig, nicht zu vergessen von der Literatur und der bildenden Kunst.

 

Ausblick auf 2006

Für das Jahr 2006 seien besonders im Salzlager zusätzliche Aktivitäten geplant. "Natürlich müssen wir uns nach der Decke, sprich dem Budget, strecken", gab dann Mair aber zu bedenken, dass es dieses Jahr keine großen Brötchen sein werden, di da gebacken werden. Neben einer Ausstellung des Haller Künstlers Ernst Praxmarer, sind für das Salzlager noch Konzerte für junges Publikum von Con:verse vorgesehen.

Dazu soll die Familie Crepaz ein Tanzfestival durchführen. In der Burg Hasegg ist ein Sommertheater von Alexander Kratzer vorgesehen. "Das Programm stehe aber noch nicht zu 100 Prozent, man sei aber zuversichtlich, dass es so realisiert wird", bestätigte Thomas Mair.

 

Schlanker Beginn

Auch VBgm. Harald Schweighofer wies darauf hin, dass man im ersten Jahr nach der LA05 mit einem schlanken Programm beginnen wolle. "Wir wollen sehen, wie es sich 2006 entwickelt, zum dann, so hoffe man, im Jahr darauf mit einem dichteren Programm bestehen zu können", so Schweighofer.

 

Salzlager in Veranstaltungs-GesmbH

Angedacht sei auch, das Salzlager im Rahmen der Umstrukturierung der Stadtwerke in die VeranstaltungsGesmbH einzugliedern. Diese solle dann, so Schweighofer, von der Stadt den Auftrag erhalten, der Kultur einen besonderen Stellenwert zukommen zu lassen.

Wie dies genau geschehen soll, könne man jedoch derzeit nicht sagen, maßgeblich sei aber das Programm, das die Kulturschaffenden für die Bespielung des Salzlagers rechtzeitig zu erstellen hätten. Fakt sei aber auch, dass kommerzielle Veranstaltungen nötig seien, um das Geld hereinzubringen.

"Dabei wird man aber genau darauf achten, dass ein gewisses Niveau gewahrt bleibt", versprach Harald Schweighofer.

 
 

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