Milser Grüne als Putztrupp
Region Hall
Sonntag, den 16. April 2006 um 09:55 Uhr

Auf wenig Gegenliebe fiel auch die jüngste Aktion der Milser Grünen. Sie hatten grüne Fußspuren im Dorf angebracht, um die Dorfbewohner zum Umdenken in Sachen Individualverkehr zu bewegen. Auf Geheiß des Milser Bürgermeisters, Peter Hanser,  müssen nun die Fußspuren wieder entfernt werden.

Als "schade und widersprüchlich" bezeichnet es der grüne Lokalpoltikier Josef Leitner, dass die grünen Fußspuren nun auf Geheiß des Bürgermeisters wieder entfernt werden müssen.

"Die auf die Gehsteige der Gemeinde Mils mit abwaschbarer Farbe aufgemalenen Fußspuren sollten die MilserInnen zum Umdenken - zum zu Fuß gehen und Radfahren - motivieren", so Leitner.  Es sei dies eine Einladung zum Nachdenken gewesen, die über die Verkehrsaktion am letzen Montag hinaus wirken sollte.

Selbst der Planer des neuen Milser Verkehrskonzeptes, Ing. Schlosser, hätte unmissverständlich eine Bewußtseinsänderung eingemahnt - denn jede Autofahrt belaste die NachbarInnen mit Lärm und Gestank. "Umso unverständlicher ist nun diese Aufforderung. Umweltfreundliche Mobilität müsste doch auch dem Bürgermeister ein wichtiges Anliegen sein", wudnert sich Leitner.

Verkehrskonzept umsetzen
Eine Umsetzung der Vorschläge des Verkehrskonzeptes fordern nun die Milser Grünen. So soll der Regiobus in den Gewerbepark fahren und der ÖBB-Bus wieder Fahrradständer mitnehmen. Auch eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 40 km/h für das Ortsgebiet bzw. 30 km/h im Ortskern soll angedacht werden,  um den Lärm für die Anrainer zu reduzieren.

 Als Zubringer zu der geplanten S-Bahnhaltestelle beim Reschenhof schlagen die Milser Grünen ein schienengebundenes Elektrofahrzeug mit 6-8 Plätzen ein, das bis zu 2800 Personen in der Stunde befördern könnte. Dieses Fahrzeug gibt es bereits in Vorarlberg.

 
 

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