Bäume für die letzten Tage
Tirol aktuell
Dienstag, den 30. Juni 2015 um 14:54 Uhr

Ende 2016 soll der Bau des Hospizhaus Tirol in Hall DSC_0007starten. Hier soll ein vorbildhaftes Zentrum für die Palliativ- und Hospizidee entstehen. Das Linzer Architekturbüro 1 gewann den Architekturwettbewerb mit einem „offenen und gleichzeitig leichten“ Planung.

Der Linzer Architekt Paul Wichert liefert den Plan für das neue Hospitzhaus in der Haller Milser Straße am Areal des Landeskrankenhauses. Der Sieger des zweistufigen offenen Architekturwettbewerbs habe die „sensiblen räumlichen Angelegenheit“ für das Thema Hospiz am besten umgesetzt, erklärt Marcel Fennier, der Vorsitzende des Preisgerichts. „Das Gebäude ist gleichzeitig leicht und offen und dennoch intim“. Auch die Vorsitzende der Tiroler HospizGemeinschaft Elisabeth Zanon freut sich über den Entwurf des Linzers vom Architekturbüro 1: „Es war ein langer Weg zum Hospiz Haus Tirol. Wir fühlen uns hier in Hall aber sehr gut angekommen und haben eine wunderbare Herberge für die Hospizidee gefunden. Hier soll ein Kompetenzzentrum entstehen, das im deutschsprachigen Raum einzigartig ist. Architekt Wichert, aber auch die anderen Einreicher, haben sich sehr intensiv mit dem Hospizgedanken auseinandergesetzt und gute Lösungen für das Haus präsentiert.“

 

Zentrum für Hospizgedanken

Die Tiroler Hosiz Gemeinschaft plant in Hall ein neues eigenes Hospizhaus, in dem alle Angebote gebündelt und synergetisch genutzt werden. In dem rund 5700 Quadratmeter großen Bau werden die Palliativ- und Hospizstation mit 14 Betten, die Ambulanz, das mobile Hospiz. ein Tageshospiz und ein Kinderhospiz sowie die Freiwilligenarbeit und die Fort- und Weiterbildung untergebracht. Baubeginn soll im Herbst 2016 sein, die Fertigstellung ist für die erste Jahreshälfte 2018 geplant. Für den Bau muss die Tiroler Hospiz-Gemeinschaft 1,2 Millionen Euro an Spendengeldern aufbringen, rund 500.000 Euro wurden bereits gespendet, berichtet Elisabeth Zanon. Der Gewinner des Architekturwettbewerbs für das Hospizhaus Tirol will vor allem die Landschaft um das Grundstück herum mit in den Bau einbeziehen. „Mich hat der Baumbestand und das Panorama in Hall beeindruckt. Damit war klar, dass die Natur integriert werden soll, um ein Haus des Lebens, der Begegnung und Geborgenheit für die Bewohner und ihre Verwandten zu schaffen“, so Wichert. Daher hat er unter anderem auch „Baumhöfe“ in das Gebäude integriert. Die Zimmer auf der Hospiz- und Palliativstation sind zudem mit großzügigen Balkonen ausgestattet, auf die auch ein Krankenbett geschoben werden kann. „Spannenderweise hat der Entwurf mit der geringsten Kubatur gewonnen, der dennoch viel Platz bietet“, freut sich Werner Mühlböck, der Geschäftsführer der Tiroler Hospizgemeinschaft. „Die Kultur des Miteinander-Lebens ist bereits in der Planung verankert und wird auch im Bau spürbar werden.“

 

 
 

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