Einzigartiges Hospizhaus in Hall
Tirol aktuell
Mittwoch, den 17. Dezember 2014 um 13:42 Uhr

HPHospizhaus_Tirol_Dez._14_025Für eine zeitgemäße Hospiz- und Palliativversorgung wird in Hall am Areal des Landeskrankenhauses ein eigenes Hospizhaus Tirol errichtet. Hier sollen alle wesentliche Leistungen der Themenbereiche Hospiz und Palliative Care gebündelt werden, Baubeginn ist voraussichtlich 2016.

Eine Hospiz- und Palliativstation mit 14 Betten, ein Tageshospiz, die Koordination und Leitung des mobilen Palliativteams für die Regionen Innsbruck/Innsbruck Land, die Akademie für Hospiz und Palliative Care sowie die Leitung und Koordination der ehrenamtlichen Hospizgruppen sowie die Verwaltung der Tirokker Hospiz-Gemeinschaft - all diese Abteilungen und Leistungen rund um das Thema Hospiz und Palliative Care erhalten in wenigen Jahren mit dem "Hospizhaus Tirol" eine gemeinsame Heimat. Unter dem Motto "für die, die gehen und für die, die bleiben" plant die Tiroler Hospiz-Gemeinschaft, Land Tirol, sowie die Kooperationspartner Caritas und Barmherzige Schwestern am Standort Hall eine eigene Einrichtung. auf rund 5700 Quadratmetern wird im Areal des Landeskrankenhauses Hall ein Hospizhaus entstehen, das österreichweit und im gesamten deutschsprachigen Raum einzigartig ist. Der ausschlaggebende Punkt für den Standortwechsel von Innsbruck nach Hall in Tirol war die Realisierbarkeit unter einem Dach und die Synergiemöglichkeiten mit dem Bezirkskrankenhaus Hall. 

 

Wichtige Antwort in der Diskussion um Leben und Sterben

 

Rund 11,858 Millionen Euro sind für das neue Haus in Hall vorgesehen, den Großteil davon finanziert das Land Tirol, die Tiroler Hospiz-Gemeinschaft muss 1,2 Millionen Euro an Spendengeldern dafür aufbringen. Baubeginn wird voraussichtlich 2016 sein, 2018 soll das Hospizhaus in Betrieb gehen. "Lebensqualität bedeutet auch eine optimale gesundheitliche Versorgung von der Geburt bis zum Tod. Die Hospizbewegung ist ein Garant für bestmögliche Unterstützung in den letzten, oft auch schweren Lebenstagen und für mich die adäquate Antwort auf die Diskussionen rund um die Sterbehilfe," dokumentiert LH Günther Platter den politischen Willen zu dem Projekt. Auch LR Johannes Tratter freut sich über den Ausbau der Hospizbetreuung in Hall: "Die Tiroler Hospiz-Gemeinschaft hat sich mit großem Erfolg der Aufgabe verschrieben, Menschen ein Leben und Sterben in Würde zu ermöglichen. Hospiz-MitarbeiterInnen stehen Kranken ebenso wie Angehörigen bei diesem Prozess professionell und zugleich einfühlsam zur Seite – ein gesellschaftlich äußerst wertvolles Engagement, das sich heute in einem weitreichenden Netzwerk ausdrückt. Die Tiroler Hospiz-Gemeinschaft unterstützt auf diese Weise auch die Tiroler Gemeinden bei der Daseinsvorsorge. Ich freue mich darüber, das neu zu errichtende Hospizhaus mit Fördermitteln aus dem Gemeindeausgleichsfonds unterstützen zu können.“ Der Standort Hall wird durch den Bau des Hospizes weiter aufgewertet, unterstreicht Halls Bürgermeisterin Eva Maria Posch bei der Präsentation des Projektes: "Ich freue mich sehr, dass die TILAK ein so qualitätsvolles Grundstück für das Hospizhaus Tirol zur Verfügung stellt. Es ist eine unverzichtbare Aufgabe der Gesellschaft dem Menschen in seinen schwersten Stunden beizustehen. Besonders freut es mich auch, dass Hall und das Hospizhaus zu einem Ausbildungsort für die vielen ehrenamtlichen MitarbeiterInnen der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft wird und der Gesundheitsstandort Hall durch das Hospizhaus Tirol noch einmal an Qualität gewinnt.“

 

 

 
 

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