Münzschatz bleibt Tirol erhalten
Tirol aktuell
Dienstag, den 03. Dezember 2013 um 15:36 Uhr
HPschatz_tulfesDer größte Münzschatz Tirols wurde von der Österreichischen Nationalbank nun für das Bundesland gesichert. Der Fund gibt auch Aufschluss über die Finanzlage in der Regierungszeit von "Friedl mit der leeren Tasche".

 Silbermünzen statt Tonscherben fand der Tiroler Hobbyarchäologe Alexander Altenburger an einem Hang in Tulfes. Was auf den ersten Blick nur ein kleines Häufchen war, entpuppte sich bei der genaueren Betrachtung und weiteren Grabungen durch das Institut für Archäologie der Universität Innsbruck als Fund von über 1200 Münzen aus dem Mittelalter. Damit handelt es sich um den größten mittelalterlichen Münzschatz. Der Fund ist für Archäologen zudem spannend, da er aus der Zeit wirtschaftlicher und geldgeschichtlicher Umbrüche stammt. Der in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts verborgene Schatz enthält nur silberne Kleinmünzen und keine Kreuzer, und wirft somit ein einzigartiges Licht auf die monetären Zustände und den alltäglichen Geldgebrauch in den späten Jahren der Regierung Herzog Friedrichs IV. von Österreich (1406-1439), genannt „Friedl mit der leeren Tasche“.

 

Bis vor kurzem befand sich der Schatz in der Hand der Finder. Um den Münzbestand in seiner Einheit zu sicher, hat die Österreichische Nationalbank die Sammlung nun aufgekauft. Die Bank verleiht die wertvollen Münzen an das Institut für Archäologien derUniversität Innsbruck. Damit ergibt sich die Möglichkeit für die Wissenschaft, den Münzbestand mit neuen wissenschaftlichen Methoden eingehend zu studieren und den Studierenden Einblicke in ein Fundspektrum zu gewähren, das für die Mittelalterarchäologie von entscheidender Bedeutung ist.

 
 

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