Tiroler Volkspartei für Beibehaltung der Wehrpflicht
Tirol aktuell
Mittwoch, den 16. Januar 2013 um 16:28 Uhr

Volksbefragung_titelAm 20. Jänner 2013 entscheidet die Bevölkerung im Rahmen einer Volksbefragung über die Zukunft der Wehrpflicht in Österreich. Die Haller Volkspartei unterstützt dabei den Kurs der Bundes- und Landespartei, die für eine Beibehaltung der Wehrpflicht eintritt.

Österreich brauche auch zukünftig ein gut ausgebildetes schlagkräftiges Heer, eine multifunktionale Katastrophenschutz-Einheit und den bewährten Zivildienst. „Ohne die vielen Grundwehrdiener können wir weder den Katastrophenschutz noch den Fortbestand der sozialen Einrichtungen, die hauptsächlich durch die Zivildiener abgedeckt werden, garantieren", betont Stadtparteiobfrau LAbg. Eva Maria Posch. In Tirol seien derezit rund 450 Zivildiener täglich im Einsatz. Ein Wegfall der Zivis würde Mehrkosten in Millionenhöhe verursachen und Blaulichtorganisationen, wie etwa das Rote Kreuz, gefährden, wo rund 50% der Zivildiener als freiwillige Mitarbeiter erhalten bleiben.

Berufsheer kostet

Auch LR Johannes Tratter spricht sich klar für die Beibehaltung der Wehrpflicht aus. „Mir persönlich ist Heer aus dem Volk und für das Volk lieber als eine Berufsarmee, die mit der Bevölkerung nichts mehr zu hat.
Auch die Aussage unseres Verteidigungsministers, dass ein Berufsheer nicht mehr kosten würde, sei nicht realistisch. Man brauche sich nur die Zahlen anderer Staaten mit Berufsarmee anzusehen. Diese würden für ihr Heer doppelt so viel ausgeben als derzeit Österreich.

Wehrpflicht unverzichtbar

Als fahrlässig bezeichnet etwa NR Hermann Gahr das Vorgehen von Bundesminister Darabos, dass dieser seit sechs Jahren ein Reformpapier des Bundesheeres auf dem Tisch liegen, aber bis dato nicht umgesetzt habe. „Die Wehrpflicht ist unverzichtbar für unser Land. Eine Abschaffung der Wehrpflicht wäre unverantwortlich und ein Risiko. Die rasche Hilfestellung bei Naturkatastrophen und Unwetter wäre für die Bevölkerung ohne das Österreichische Bundesheer nicht in diesem Ausmaß möglich gewesen." Außerdem würde die SPÖ verschweigen, dass mit dem Wegfall der Wehrpflicht in Tirol nur mehr eine Kaserne übrig bleiben wird.

Freiwilligkeit in Frage

Für Andreas Hlavac, Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes in Hall, ist das soziale Freiwillige Jahr keine sinnvolle Alternative: „Der Zivildienst ist ein absolutes Erfolgsmodell. Junge Menschen lernen in ihrer Zeit als Zivildiener für ihr ganzes Leben". Auch Bezirksfeuerwehrinspektor Michael Neuner warnt vor einen Wegfall der Wehrpflicht: „Ein Wegfall der Wehrpflicht bedeutet auch ein Wegfall der Freiwilligen. Die 33.000 Mitglieder der Feuerwehr in Tirol leisten unentgeltliche Hilfe bei Katastrophen und Bränden. Bei einem Berufsheer sollen die Milizsoldaten nur für ihre Bereitschaft eine Entschädigung erhalten. Das zerstört mittelfristig den Erhalt der freiwilligen Feuerwehren".

Deshalb appelliere man an alle, denen die Sicherheit in unserem Land am Herzen liege, am 20. Jänner für den Erhalt der Wehrpflicht und des Zivildienstes zu stimmen.

Volksbefragung_VP
Propagieren für die Beibehaltung der Werhpflicht und des Zivildienstes: v.l. Andreas Hlavac (Rotes Kreuz), NR Hermann Gahr, LAbg. Eva Maria Posch, LR Hannes Tratter (alle Volkspartei) und BFI Michael Neuner (Feuerwehr).

 
 

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