Anti-Doping Knowhow aus Tirol
Tirol aktuell
Donnerstag, den 26. Juli 2012 um 11:33 Uhr
Schobersberger_titelDie Bemühungen des Landes, der UMIT und der TILAK, in Zusammenarbeit mit der NADA-Austria (Nationale Anti-Doping Agentur), ein umfassendes Konzept und Netzwerk zum Thema Anti-Doping zu etablieren, zahlen sich immer mehr aus. Vor kurzem ist auch eine Auszeichnung der WADA nach Tirol gegangen.

 

 

Der international ausgeschriebene Forschungspreis „Young Investigator Award" der WADA (World Anti Doping Agency) geht heuer an Mag. Cornelia Blank, Universitätsassistentin am ISAG (Institut für Sport-, Alpinmedizin und Gesundheitstourismus) der UMIT. Mag. Blank hat in ihrer Arbeit untersucht, wie es um das Wissen österreichischer SportärztInnen und ApothekerInnen zum Thema Doping bestellt ist.

 

Deutliche Grundhaltung, verbesserungswürdiges Wissen
Die Untersuchungen von Frau Mag. aBlank zeigen zwei Dinge deutlich: Die ablehnende Haltung sowohl von Sport-MedizinerInnen, als auch ApothekerInnen gegenüber Doping ist durchwegs vorhanden. Das Wissen im Bezug auf verbotene Substanzen oder mögliche Nebenwirkungen ist allerdings stark verbesserungswürdig. In ihrer Untersuchung hat Mag. Blank sowohl Sport-ÄrztInnen als auch PharmazeutInnen über ihr Wissen zum Thema Doping befragt, wobei diese Studie zeigt, dass beide Berufsgruppen von SportlerInnen als Anlaufstelle für Informationen zum Thema leistungssteigernde Substanzen und Methoden und deren Nebenwirkungen aufgesucht werden. Die Studie zeigt aber auch, dass das Grundwissen in beiden Berufsgruppen zum Teil lückenhaft ist.
„Es geht nicht nur darum, zu wissen was verboten ist", betont Univ.-Prof. Dr. Schobersberger, Direktor des ISAG, „es geht auch darum, zu wissen was erlaubt ist, beziehungsweise wie und wann ich eine Ausnahmegenehmigung für ein gewisses Medikament erwirken kann und muss. Es darf nicht sein, dass einer Athletin oder einem Athleten, wegen allzu großer Angst vor positiven Dopingkontrollen, wichtige Medikamente nicht zur Verfügung gestellt werden." Auch Prof. Schobersberger sieht hier deutlichen Schulungsbedarf, wenn das Thema Doping nicht sogar schon in der Ausbildung verstärkt berücksichtigt werden müsste.

Forschung und Praxis perfekt vernetzt
Als Direktor des ISAG, Arzt der TILAK und Institutsvorstand an der UMIT, vereint Prof. Schobersberger sowohl den theoretischen, als auch den praktischen Bereich der Anti-Doping-Bemühungen. Auch das ist einer der Gründe, warum er als stellvertretender Delegationsleiter und als Teamarzt der Österreicher sowie auch als Anti-Doping-Beauftragter des ÖOC zu den Olympischen Spielen nach London reisen wird.

 

Blank_Schobersberger_online
Mag. Cornelia Blank und Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Schobersberger (Bildnachweis: TILAK/Schwamberger)

 

 
 

Latest Events

Suchen & Finden