Heikle Lawinen-Situation für Wintersportler in den Tiroler Tourengebieten
Tirol aktuell
Freitag, den 20. Januar 2006 um 11:44 Uhr

Laut Rudi Mair, Leiter des Lawinenwarndiensts Tirol ist die Lawinengefahr überwiegend als erheblich (Stufe 3) einzustufen und die Lawinen-Situation in den Tiroler Tourengebieten für Wintersportler heikel. Rund 40 cm Neuschnee werden etwa von den Kitzbüheler Bergbahnen aus dem Ski-Weltcup-Gebiet gemeldet. Stürmische Winde bis in Tallagen haben zu Triebschnee-Ansammlungen – oft auf kleinem Raum – geführt.

Zahlreiche Schneebretter sind bereits abgegangen, in steilen Rinnen auch Lockerschnee-Lawinen. Gefahrenstellen befinden sich in steilen Hängen aller Richtungen, vor allem oberhalb von etwa 1800 m. „Besonders störanfällig sind dabei die sehr spröden Triebschnee-Ansammlungen, die schon von einem einzelnen Wintersportler ausgelöst werden können“, weiß Lawinen-Experte Mair. „Das Erkennen dieser Gefahrenstellen erfordert Erfahrung in der Beurteilung der Lawinen-Situation.“

„Das Land Tirol bietet mit seinem umfangreichen kostenlosen Lawinen-Info-Service rund um die Uhr aktuellste Daten aus allen Landesteilen unter www.lawine.at/tirol - wer diese Infos beachtet, wird unsere fast märchenhafte Tiroler Winter-Landschaft ohne Gefahr genießen können“, verspricht Sicherheits-Landesrat Anton Steixner.

„Europaweit einzigartig ist die kostenlose Lawinen-Hotline 0800-800-503, ein Gratis-Service des Landes Tirol. (Sollte diese Nummer von einem Anrufer aus dem Ausland her von seinem Telefon-Provider nicht unterstützt werden, erreicht er das gleiche Service kostenpflichtig unter 0043-512-581839-605).

Die Wetterdienststelle Innsbruck der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik sagt für Samstag dann leichten Schneefall entlang der Nördlichen Kalkalpen voraus. Und in der Nacht auf Sonntag soll es dann wieder mäßigen Schneefall geben...

„Die Verbindung des Triebschnees mit der Altschneedecke ist schwach und damit störanfällig. Es ist daher nur mit einem langsamen Rückgang der Lawinengefahr zu rechnen“, betont Rudi Mair.

 
 

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