Trauer um Halls ehemaligen Vizebürgermeister
Hall in Tirol
Freitag, den 05. Dezember 2014 um 09:17 Uhr
HPhafnerfredNach mit großer Geduld ertragener Krankheit ist in der Nacht auf den 28. November Fred Hafner friedlich entschlafen. Mit ihm verliert die Stadtgemeinde einen Menschen, der stets für seine Handschlagqualität bekannt war und es wie kein zweiter Politiker verstanden hat, stets nah bei den Menschen zu stehen. Hall. "Er war eigentlich das Idealbild eines Volksvertreters, so wie man ihn im besten Sinne kennt", beschreibt LR Hannes Tratter seinen einstigen Mentor und langjährigen Freund. Es sei ihm stets ein echtes Anliegen gewesen, sich für die Leute einzusetzen, sei es als Betriebsrat bei der Firma Recheis als dann später in der Haller Stadtpolitik im Wohnungs- und Sozialreferat oder am Ende seiner steilen beruflichen Karriere als Obmann der Tiroler Gebietskrankenkasse. Dabei habe er stets versucht, Menschen in Not zu helfen und sich für sie einzusetzen. "Er hat einfach das richtige Gespür für die Menschen gehabt", so Tratter. Wenn es jemand aber nicht ehrlich gemeint hätte und sich nur einen Vorteil erschleichen wollte, dann konnte Fred Hafner auch richtig ungemütlich werden. Denn sein Sinn für Gerechtigkeit war sehr stark ausgeprägt und wenn er eines nicht leiden habe können, dann sei das Unehrlichkeit gewesen.

Politisches -Engagement

Fred Hafner, der stets stolz auf seine christlich-soziale Einstellung war, würde heute als politischer Quereinsteiger bezeichnet werden. Er gehörte auch nie einer Partei an und kam erst sehr spät – 1980 – also mit 40 Jahren in die Politik. Nach der Schule machte er eine Lehre bei der Bahn und blieb dann nach dem Präsenzdienst (1959) beim Bundesheer und verpflichtete sich für viereinhalb Jahre bei der Hochgebirgskompanie in Absam. Dort absolvierte er auch die Ausbildung zum Skilehrer. Nach deren Auflösung entschied sich Hafner für eine Rückkehr in die Privatwirtschaft bei der Firma Rauch, die er dann nach zehn Jahren in Richtung Recheis verließ. Im Jahre 1979 ließ er sich dann vom damaligen Bürgermeister Josef Posch überreden, in die Politik einzusteigen und kandidierte 1980 für die Gemeinderatswahlen. Die VP erzielte dabei zwölf Mandate und Hafner übernahm als erster VP-Gemeinderat das Sozialreferat. "Dies war meine Bedingung gewesen, ansonsten wäre ich nicht eingestiegen", sieht Hafner sein soziales Engagement als Haupttriebfeder für seine politische Karriere.

Im Jahr 1992 wurde er zum 2. Vizebürgermeister gewählt, von 1998 bis zu seinem Ausscheiden aus der Haller Gemeindepolitik 2002 war Fred Hafner 1. Vizebürgermeister. Für seine vielen Verdienste um das Kommunalwesen, verlieh diese ihm die Stadt Hall den Ehrenring.

Hohe Funktionen

Im Hauptberuf arbeitete er dabei ab 1984 im Kassenvorstand der Tiroler Gebietskrankenkasse, von 2000 bis 2008, bis zu seiner Pensionierung, war er dann deren Obmann und bis zu seinem Ableben Vorsitzender des Beirates der TGKK. Darüber hinaus war er auch langjähriger stellvertretender Vorsitzender der Trägerkonferenz und des Verbandsvorstandes in Wien.

Hoch geschätzt von vielen Vereinen

Sein gesellschaftliches Engagement beschränkte sich nicht nur auf die politischen Funktionen, auch bei einer Reihe von Vereinen hat er sich hohe Verdienste erworben. So verlieh ihm die Speckbacher Schützenkompanie Hall den Ehrenkranz. Auch durfte er stolz sein auf die Ehrenmitgliedschaft der Stadfeuerwehr Hall. Beim SV Hall trug er Verantwortung als jahrelanger Präsident des Fußballvereines der Haller Löwen. Fred Hafner, der schon in jungen Jahren sein Talent fürs Schifahren entdeckt hatte, war auch Präsident des Haller Skiklubs.

 
 

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