Babys herzlich willkommen
Hall in Tirol
Dienstag, den 03. Dezember 2013 um 14:52 Uhr

HP_BabyfreundlLKHAls erstes Krankenhaus Nordtirols erhielt das LKH Hall die Zertifizierung „babyfreundliches Krankenhaus“. Intensive und ungestörte „Bonding-Phase, "Rooming-in"-Service und einheitliche Beratung gehören zu den wesentlichen Standards in Hall.

Möglichkeiten für intensives Bonding, Rooming-In-Service, fürsorgliche Unterstützung beim Stillen, einheitliche Beratung und Betreuung für Mutter und Kind, all diese Serviceleistungen zeichnen die Neugeborenen-Station des LKH Hall schon seit Jahren aus. Ende Oktober erhielt die Abteilung außerdem die international anerkannte Zertifizierung als „babyfreundliches Krankenhaus“, die nach Kriterien der Weltgesundheitsorganisation WHO und dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) verliehen wird.

 

Die Bedürfnisse des Babys kennen lernen

 

Die enge Beziehung zwischen Baby und Mama steht im Zentrum der Betreuung im LKH Hall. So legt das Team der Geburtshilfe auf eine intensive und ungestörte „Bonding-Phase“ direkt nach der Geburt Wert. Das Neugeborene liegt dabei Haut auf Haut bei der Mutter, wodurch eine tiefe Entspannung einsetzt. „Auch bei einem Kaiserschnitt legen wir das Baby direkt nach der Entbindung auf die Brust der Mutter und beenden den Eingriff währenddessen. Dies führt im Normalfall zu einer schnelleren Erholung von dem Geburtsstress bei Mutter und Kind“, erklärt Primar Burghard Abendstein, der Leiter der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe in Hall. Ebenso wichtig sei das „Rooming-in“-Service, das Müttern die Gelegenheit bietet, ihr Baby rund um die Uhr bei sich im Zimmer zu haben. Im Mittelpunkt steht dabei das Kennenlernen des eigenen Kindes. Jedes Baby bringt seine Bedürfnisse durch bestimmte Gesten zum Ausdruck. Anzeichen für Hunger sind zum Beispiel oft ein leichtes Schmatzen und Nuckeln sowie suchende Drehbewegungen des Kopfes. Was für Frauen, die bereits ein oder mehrere Kinder haben, oft klar ist, kann eine frisch gebackene Mutter manchmal noch nicht sofort zuordnen. „Deshalb ist es uns wichtig, Mütter in dieser ersten Zeit mit dem Neugeborenen zu unterstützen und ihnen beim Kennenlernen ihres Babys zu helfen. Weiß man die Zeichen seines Babys richtig zu deuten, lassen sich viele Stresssituationen für Mutter und Kind vermeiden“, so Primar

Abendstein.

 

Einheitliche Beratung gibt Sicherheit

 

Ein großer Vorteil der Zertifizierung zum „Babyfreundlichen Krankenhaus“ für die Patientinnen ist die einheitliche Beratung durch Kranken- und GesundheitspflegerInnen, Hebammen und ÄrztInnen. Bei vielen Fragen rund um die Geburt und die Neugeborenenversorgung gibt es verschiedene Ansätze und Herangehensweisen. „Konfrontieren wir eine Patientin während ihres Aufenthaltes auf unserer Geburtenstation mit unterschiedlichen Methoden, kann dies Verunsicherung erzeugen. Deshalb legen wir großen Wert darauf, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einheitliche Informationen an unsere Patientinnen weitergeben“, so Primar Abendstein, „natürlich immer mit der Flexibilität, dass bestimmte Situationen besondere Maßnahmen erfordern können.“

 

HP_BabyfreundlLKH_Bonding
Bonding gehört zu den Standards im LKH Hall

 
 

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