Erfolgreiches Risikomanagement
Hall in Tirol
Mittwoch, den 12. Dezember 2012 um 11:09 Uhr
RisikomanagementDie beiden Abteilungen Psychiatrie und Psychotherapie A und B, des Landeskrankenhauses Hall haben im Zusammenhang mit einem TILAK-weiten Risikomanagementprozess erfolgreich ein Projekt zur Risikovermeidung umgesetzt. Zur weiteren Verbesserung der PatientInnensicherheit wurde mit der Gesellschaft für Risikoberatung (GRB) ein umfassendes klinisches Risiko-Management-System installiert. Diese Woche wurden die Abteilungen dafür ausgezeichnet.

„Es sind vor allem mögliche Fehlerquellen, die in einem Projekt wie dem sogenannten ‚Risiko-Assessment’ identifiziert und ausgemerzt werden sollen. Grundlagen für dieses Vorhaben sind die Beobachtung der Arbeitsabläufe im Krankenhaus-Alltag und ausführliche Gespräche mit allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Das Ergebnis der Untersuchungen ist ein Katalog mit möglichen Risiken und den damit verbundenen Lösungsansätzen“, berichten Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Buchberger, Medizinischer Direktor der TILAK, und Dr. Herbert Rettl, Leiter des Qualitäts- und Risikomanagements am LKH Hall.
„Ohne die aktive Mitarbeit aller Berufsgruppen, wie Pflege, Ärzteschaft und Verwaltung, ist die Umsetzung eines so umfangreichen Projekts nicht möglich und es ist allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der beiden Abteilungen zu verdanken, dass das Projekt erfolgreich abgeschlossen werden konnte“, sagen Univ.-Doz. Dr. Gabriele Kühbacher, Ärztliche Direktorin des Landeskrankenhauses Hall, sowie die beiden Abteilungsvorstände Univ.-Prof. Dr. Josef Marksteiner und Univ.-Prof. Dr. Christian Haring.
Beispiele für die erfolgreiche Umsetzung von Maßnahmen sind die Standardisierung von relevanten Prozessen in der Psychiatrie nach aktuellen medizinischen Leitlinien, die Adaptierung des Notfallmanagements sowie die Festlegung von internen Ablauf- und Kommunikationsstrukturen. Darüber hinaus wurden unter anderem Standards für das Entlassungsmanagement und die Dokumentation erstellt, die vor allem den Informationsfluss im Haus sowie auch mit den externen Partnern im niedergelassenen Bereich verbessert haben.
Der Abschluss des Projektes bedeutet aber nicht, dass das Thema Risiko damit beendet ist. Vier eigens ausgebildete RisikomanagerInnen aus dem ärztlichen und pflegerischen Bereich der Abteilungen Psychiatrie und Psychotherapie am Landeskrankenhaus Hall achten weiterhin auf mögliche Quellen für „Beinahe-Fehler“ und kümmern sich um die Umsetzung der Maßnahmen.

RisikomanagementGro
Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Buchberger (Medizinischer Direktor der TILAK), Dr. Beatrix Ruepp (Psychiatrie und Psychotherapie A), Mag. Dr. Herbert Rettl (LKH Hall), Primar Univ.-Prof. Dr. Josef Marksteiner (Psychiatrie und Psychotherapie A), Mag. DDr. Wolfgang Markl (Kaufmännischer Direktor des LKH Hall), Univ.-Doz. Dr. Gabriele Kühbacher (Ärztliche Direktorin des LKH Hall), Klaus Vonderhagen (GRB), Dr. Franz Altenstrasser (Psychiatrie und Psychotherapie B), Primar Univ.-Prof. Dr. Christian Haring (Psychiatrie und Psychotherapie B)

 

 
 

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