Energieversorgung direkt aus der Region
Hall in Tirol
Mittwoch, den 05. Dezember 2012 um 12:54 Uhr
FernWrmeTitelIn die Fernwärmeschiene Innsbruck-Wattens speisen die Duktus Tiroler Rohrsysteme, die Papierfabrik Wattens und die Hall AG Wärme für mehr als 10.000 Haushalte in der Region ins Fernwärmenetz der Tigas ein.

 Wärme für rund 10.0000 Haushalte bringt die neue von Wattens über Volders, Mils, Hall, Thaur, Rum bis nach Innsbruck verlaufende Fernwärme Wärmetransportschiene der Tigas, die am 4. Dezember offiziell eröffnet wurde. Ziel der seit Jahresbeginn 2011 im Bau befindlichen regionalen Fernwärmeschiene sind die Nutzbarmachung und Verbindung verschiedener Wärmequellen und energietechnischer Infrastrukturen. Im Jubiläumsjahr 2012 legte die TIGAS den Investitionsschwerpunkt auf den Zusammenschluss der bisher als Insellösung betriebenen Einzelsysteme zu einem regionalen Gesamtsystem. Damit bringen nun die Partner Duktus Tiroler Rohrsysteme, Papierfabrik Wattens und Hall AG Wärme in das derzeit rund 16 Kilometer lange Fernwärmenetz ein.

Industrie bringt Wäme

 

Für die Papierfabrik Wattens errichtete und betreibt die Tigas eine Gasturbine mit einer elektrischen Leistung von 4,5 MW. Mit dieser Gasturbine, die seit Oktober 2011 in Betrieb ist, wird einerseits die von der Papierfabrik benötigte elektrische Energie und andererseits Wärme für die Papierproduktion erzeugt. Die überschüssige Wärme wird in die Fernwärmschiene eingespeist. Die Hall AG beschloss 2010 die Kooperation mit der Tigas und speist Wärme aus dem Biomasse-Heizwerk ins Netz der Tigas. In der Gießerei der Haller Firma Duktus wird Eisen bei hohen Temperaturen geschmolzen. Die dabei anfallende Abwärme mit hohen Temperaturen ist bisher weitgehend ungenutzt verpufft. „Jetzt wird diese in das Fernwärmesystem eingespeist und damit optimal ausgenutzt. Der Vorteil für uns liegt darin, dass wir die Abwärme an die TIGAS abgeben können und die TIGAS versorgt damit bis zu 2.000 Haushalte und das in einer sehr umweltschonenden Art und Weise“, so Duktus Geschäftsführer Max Kloger.

 

Wertvolle Ressourcen sparen

 

Genützt wird die Fernwärme für über 10.000 Haushalte in der Region. So setzt etwa die Gemeinde Volders auf die umweltschonende Wärmeversorgung. Bürgermeister Maximilian Harb ist von den damit verbundenen Vorteilen überzeugt: „Die Fernwärme der TIGAS wird aus industrieller Abwärme gespeist, also mit Energie, die sowieso schon vorhanden ist. Wir als Klimabündnisgemeinde sind interessiert, diese Ressourcen zu nutzen. Weiters ist die Gemeinde Volders interessiert, dass die TIGAS Fernwärme-Leitung flächendeckend im Gemeindegebiet installiert wird und dass alle diese interessante und umweltschonende Energie nutzen.“

Die neue Fermwärmelinie Innsbruck-Wattens soll als innovatives und zukunftsorientiertes Energieversorgungsprojekt nicht nur Wärme liefern, sondern gleichzeitig einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. „Die Wärmeschiene hat die Aufgabe, im zentralen Tiroler Industrie- und Siedlungsraum bereits bestehende Wärmequellen wie insbesondere bisher ungenutzte industrielle Abwärme, Wärme aus Biomasseerzeugung oder aus Kraft-Wärme-Kopplungen aufzunehmen und ökologisch und ökonomisch optimiert an die Haushalte und Industriebetriebe wieder preiswert und gesichert zurückzugeben. Durch die Nutzung von Abwärme werden wertvolle Ressourcen gespart und die eingesetzte Energie wird optimal verwendet. Damit sinken die CO2- und Feinstaubemissionen im zentralen Tiroler Industrie- und Siedlungsraum,“ zeigt sich Tigas-Geschäftsführer Richard Mastenbroek überzeugt. Das Energieprojekt wird in den nächsten Jahren durch die Einbeziehung weiterer Kooperationspartner ausgebaut.

 

FernWrme
Von li.: TIGAS-Geschäftsführer Richard Mastenbroek, TIWAG-Vorstandsvorsitzender Bruno Wallnöfer, Landesrat Johannes Tratter, Halls Bürgermeisterin Eva-Maria Posch sowie TIGAS-Geschäftsführer Philipp Hiltpolt.Foto: platzermedia

 

 

 

 
 

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