Hinter die Kulissen geblickt
Hall in Tirol
Mittwoch, den 15. März 2006 um 15:55 Uhr

Mit einem Referat des Rektors der UMIT, Bernhard Tilg, zum Thema Bioinformatik startete gestern Abend das UMIT-Forum. Diese in Kooperation mit dem Haller Blatt durchgeführte Veranstaltungsreihe soll den Haller Bürgern die Möglichkeit geben, einmal einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und in allgemein verständlichen Worten zu erfahren, was eigentlich auf der UMIT gelehrt wird.

 

 

Einen wirklich interessanten Einblick in seinen Forschungsbereich, der Bioinformatik, gab Rektor Tilg persönlich. Nur die wenigsten dürften mit diesem Begriff etwas anfangen können, denn zu abstrakt und abgehoben scheint die medizinische Forschung, und vor allem die Informatik, für die meisten Menschen zu sein.

Wofür brauch ich denn nun die Informatik in der Medizin? Diese Frage bekommt Rektor Tilg öfters zu hören. Wenn er nun erkklärt, dass ohne die Informatik die reisigen Datenmengen, welche die Forschung in der Medizin produziert, gar nicht mehr verarbeitet werden könnten, dann bekommt man einen kleinen Einblick davon, was sich hier in dne letzten Jahren abgespielt hat und noch abspielen wird.

Klar ist aber auch, dass der gläserne Mensch schon lange keine Utopie merh ist, sondern vielmehr bereits Realität. Elektronische Patientenakten, in denen sämtlche Krankheitsverläufe gespeichert sind, sind so auf Knopfdruck für jeden Arzt, aber auch Insitutionen wie Behörden, Versicherungen usw. abrufbar. Dies soll einerseits Doppelgleisigkeiten in der Behandlung vermeiden, aber auch Zeit und damit Geld sparen helfen.

Aber auch in der Forschung ist die Bioinformatik nicht mehr wegdenkbar. So arbeitet Bernhard tilg mit seinem Team schon seit Jahren an einer Methode, die den Einsatz des Katheders bei Herzuntersuchungen ersetzen soll. Wenn man bedenkt, dass alleine eine Stunde  Kathederuntersuchung mehrere Tausend Euro kostet, dann erkennt man, warum hier so intensiv daran gearbeitet wird. Darüber hinaus bedeutet die in er UMIT entwickelte Methode auch eine Erleichterung für den Patienten, da  dieses Verfahren keinen direkten Eingriff erfordert. Am Bildschirm wird das Herz dreidimensional dargestellt und über die unterschiedlich eingefärbten Bereiche kann der untersuchende Arzt dann erkennen, an welcher Stelle etwa Herzrhythmusstörungen ihren Ausgang genommen haben.

Wenn man dann noch erfährt, welche gewaltigen Investitionen weltweit im Bereich der Bioinformatik getätigt werden, kann man verstehen, dass große Unternhmen wie IBM, Siemens, Phillips usw. diese Sparte der Medizin als große Zukunftshoffnung sehen, wo sie die größten Erträge erhoffen.

Un mitten drinnen in Hall die UMIT, die versucht in ihrem kleinen Rahmen Teil dieser gewaltigen Forschungsmaschinerie zu sein.

 
 

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