Die Zukunft der UMIT: Entwicklungsplan 2006 - 2011
Hall in Tirol
Samstag, den 11. März 2006 um 11:35 Uhr
Die Private Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik (kurz UMIT) hat kürzlich beim Österreichischen Akkreditierungsrat den Antrag auf Reakkreditierung für die Jahre 2006 bis 2011 eingebracht. Der von der UMIT dargestellte Entwicklungsplan sieht vor, die UMIT als Gesundheitsuniversität mit den Säulen Pflegewissenschaft, Gesundheitswissenschaften, Medizin- und Bioinformatik zu positionieren und weiter zu entwickeln.

Die UMIT versteht sich als integrierter Teil der Wissenschafts- und Wirtschaftsregion Tirol mit hervorragender lokaler, nationaler und internationaler Verankerung. Die Ausrichtung der UMIT folgt in Abstimmung aller drei Universitäten am Standort Tirol und in Abstimmung mit Erfordernissen der lokalen und internationalen Gesundheitswirtschaft und -versorgung.

Die UMIT sieht ihre Ausrichtung in Einklang mit den Entwicklungen am Medizin und Life Sciences Standort Tirol. Die Kooperation mit der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, der Medizinischen Universität Innsbruck, dem Kompetenzzentrum Health Information Technologies Tirol (HITT) und dem Kompetenzzentrum Medizin Tirol (KMT) machen die UMIT zu einem wichtigen strategischen Partner für den Gesundheits- und Medizincluster Tirol.

104 Mitarbeiter, 454 Studierende und weitere Mitarbeiter einschlägiger Unternehmen beherbergen derzeit den UMIT-Campus am Eduard Wallnöfer Zentrum für medizinische Innovation in Hall in Tirol. Seit 2001 konnten drei Studienrichtungen (Biomedizinische Informatik, Gesundheitswissenschaften, Pflegewissenschaft) und ein Universitätslehrgang für Krisen- und Katastrophenmanagement erfolgreich installiert werden. In den drei Studienrichtungen sind jeweils das Bakkalaureat, das Magisterium und das Doktorat implementiert.

Ein weiterer Universitätslehrgang für Gesundheitsvorsorge und -förderung befindet sich gegenwärtig im Zulassungsverfahren. Weitere Lehrgänge in den Bereichen Suchtberatung, Medizinrecht, Labormanagement und Kommunikation & Marketing im Gesundheitswesen werden derzeit vorbereitet. Der Beginn dieser neuen Lehrgänge ist für das Studienjahr 2006/07 vorgesehen. Die UMIT erwartet sich für das Studienjahr 2010/11 ca. 800 Studierende am Campus in Hall in Tirol.

Strenge Akkreditierungsverfahren
Für die UMIT ist als oberste Behörde der Österreichische Akkreditierungsrat zuständig. Die Studien und Lehrgänge an der UMIT durchlaufen ein strenges Zulassungsverfahren. Neben einer umfangreichen Antragstellung werden alle Studien und Lehrgänge einer regelmäßigen internationalen Begutachtung unterzogen. Damit ist das hohe und qualitätsgesicherte Niveau der UMIT Studien und Lehrgänge garantiert. Solche Zulassungsverfahren werden derzeit in Österreich nur bei Privatuniversitäten durchgeführt, staatliche Universitäten müssen sich solchen Evaluierungs-Verfahren nicht stellen.

Bioinformatik als Schlüsseldisziplin für
den Medizin und Life Sciences Standort Tirol
Die UMIT hat in den letzten Jahren das Fach Bioinformatik in Lehre und Forschung als Ergänzung zum Fach Medizininformatik implementiert. Medizininformatik und Bioinformatik werden heutzutage auch international zum Fachgebiet der Biomedizinischen Informatik zusammengefasst. Das dreistufige UMIT Studium der Biomedizinischen Informatik (Bakkalaureat, Diplomingenieur, Doktor) gibt eine zukunftsweisende und moderne Ausbildung zum IT Experten in der Medizin, Gesundheit und Life Sciences.
Die Bioinformatik spielt heute in der Medizin und in den Life Sciences eine Schlüsselrolle.

Insbesondere für die Medizinische Universität Innsbruck, für die Kompetenzzentren HITT und KMT und für die lokal ansässigen Biotechnologie-Unternehmen hat diese Disziplin eine enorme Bedeutung. Medizinischer Fortschritt ist heute ohne Bioinformatik unvorstellbar. Die UMIT hat in Kooperation mit diesen Einrichtungen deshalb umfangreiche Forschungsprogramme gestartet.

Ein UMIT Lehrstuhl für Bioinformatik für den Standort Tirol ist derzeit in Ausschreibung. Die Bioinformatik-Aktivitäten der UMIT waren es letztlich auch, weshalb sich ein österreichisches Aushängeschild der außeruniversitären Forschung, die ARC Seibersdorf Research GmbH/ARCS, am Campus in Hall in Tirol angesiedelt hat.

Kern-Informatik an der UMIT - Fokussierung
auf Bioinformatik und Medizininformatik

Die UMIT Professuren im Bereich der Kern-Informatik werden auf Grund der geschilderten Fokussierung bzw. Neuausrichtung in Bereiche der Bioinformatik und Medizininformatik übergeführt. Einschlägige informatikorientierte Forschungsprojekte im Bereich Medizininformatik werden fortgesetzt. Hintergrund dieses Schrittes ist einerseits, dass das Land Tirol in den letzten Jahren erhebliche Mittel investiert hat, um an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck die Kern-Informatik in Lehre und Forschung zu implementieren.

Andererseits müssen am Standort Tirol bildungspolitische aber auch finanzielle Doppelgleisigkeiten möglichst vermieden werden. An der UMIT soll anstelle dessen eine technisch orientierte Bioinformatik und Medizininformatik treten - in enger Abstimmung mit den Erfordernissen am Medizin und Life Sciences-Standort Tirol. Im Bereich der „klassischen“ Kern-Informatik ist es Ziel der UMIT mit der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck oder mit einer anderen inländischen oder ausländischen Universität zu kooperieren.

Kooperation mit der Medizinischen Universität Innsbruck
Die enge Kooperation zwischen der UMIT und der Medizinischen Universität Innsbruck ist ein wesentlicher und wichtiger strategischer Baustein. Ein Kooperationsvertrag ist in Vorbereitung. In einem ersten Schritt betrifft das insbesondere die Disziplinen Bioinformatik, Public Health, Pflegewissenschaft und Medizinwissenschaften.

Centre of Excellence für Life Sciences
Die UMIT und die beiden Kompetenzzentren HITT und KMT werden von Seiten des Landes Tirol in der EWZ Holding zusammengefasst. Zwischen UMIT, HITT und KMT gibt es bereits umfangreiche gemeinsame Forschungsvorhaben. Diese Aktivitäten werden in den kommenden Jahren weiter ausgebaut. Unter anderem laufen bereits die Planungen für ein K2 Programm (Centre of Excellence) zum Thema Life Sciences. Gemeinsam mit der Medizinischen Universität Innsbruck als auch mit der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck wird dieses Programm maßgeblich gestaltet.

Internationalisierung
Die bestehende internationale Verankerung der UMIT soll weiter ausgebaut werden. Das Netzwerk an Partneruniversitäten und die Aktivitäten im Sokrates / Erasmus Programm der Europäischen Union sollen intensiviert werden. Für die kommenden Jahre plant die UMIT darüber hinaus eine Internationalisierung ihrer Ausbildungen. So ist es Ziel englischsprachige Master und Doktorats (PhD) - Programme anzubieten um die UMIT für internationale Studierende noch attraktiver zu machen.


Für Rückfragen: Hannes Schwaighofer Tel. 0664/4618201, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 
 

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