NR Niederwieser kritisiert Ausagen zu Umit
Hall in Tirol
Donnerstag, den 02. Februar 2006 um 10:33 Uhr

„Von Ministerin Gehrer hören wir das Schlagwort Universitäten im Wettbewerb und von ihrer Parteikollegin Zanon die Forderung nach Abbau von Doppelgleisigkeiten bei Medizin-Uni und UMIT. Es wäre schön, wenn die ÖVP Granden wüssten, was sie wollen“, sagt Erwin Niederwieser, SPÖ-Bildungssprecher im Nationalrat, zum aktuellen Disput.

Für ihn ist es "grundsätzlich zu begrüßen", dass das Land Tirol “so viel Geld in die Hand nimmt und eine Universität schafft, die sich um gute Qualität bemüht. Die UMIT habe zwar nur ein sehr schmales fachliches Spektrum, doch sei es bei den meisten Privatuniversitäten so, dass sie nur einige wissenschaftliche Fächer abdecken.

"Obwohl ich Bezirksobmann von Innsbruck Land bin, muss ich aus wissenschaftspolitischer Sicht sagen, dass ein Standort im Umfeld der Klinik für die Kooperation besser gewesen wäre, aber diese Entscheidung ist nun einmal getroffen und man muss damit arbeiten, meint Niederwieser.

Für ihn ist im aktuellen Streit die Position beider Seiten "unprofessionell". "Der Bund ist zuständig für die Universitäten. Diese treffen die Entscheidungen über ihre Schwerpunkte und Angebote autonom. Die Landesregierung bzw. deren Mitglieder können der Universität überhaupt keine Vorschriften machen. Sehr wohl ist aber zu begrüßen, dass man gesundheits- oder wirtschaftspolitische Schwerpunkte des Landes mit der Universität abstimmt und die staatliche Medizinuniversität mit jener des Landes kooperiert.

Rektor Sorg hat zwar mit dem EuGH-Urteil aktuell andere Probleme, aber ein Besuch in der UMIT gehört schon zu seinem Pflichtprogramm. Er ist immerhin oberster Verantwortlicher der medizinwissenschaftlichen Entwicklung, so der SPÖ-Bildungssprecher

 
 

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