Mehr zahlen fürs Parken
Hall in Tirol
Mittwoch, den 14. Dezember 2005 um 15:44 Uhr
Angesichts der tristen Einnahmesituation bei den städtischen Finanzen greift man nun auch in Hall auf das altbewährtes Mittel der Gebührenerhöhung. In diesem Fall sind die Gebühren für die Kurzparkzonen in der Innenstadt, welche in der letzten Gemeinderatssitzung erhöht wurden. Zahlte man bisher 50 Cent für 45 Minuten, so kann man in Zukunft für denselben Betrag nur mehr 30 Minuten parken. Hall (ww). Während Hannes Margreiter darin auch ein Lenkungsinstrument sieht, um den motorisierten Verkehr aus der Stadt hinauszubekommen und die Frequenz der städtischen Tiefgaragen zu steigern, befürchtet Bgm. Leo Vonmetz massive Nachteile. "Viele Leute sind nur wegen der günstigen Parkgebühren nach Hall gekommen", erklärt Leo Vonmetz. VP Mandatar Wolfgang Willburger sieht außerdem darin eine Bestrafung größerer Familien, die in der Innenstadt wohnen. Für Harald Schweighofer und Hannes Margreiter ist dies jedoch ein alter Hut, denn "jeder Innenstadtbewohner wisse, dass er kein Anrecht auf einen Parkplatz vor der Tür hat und daher sei dies überhaupt kein Thema für diese Menschen". Die VP Hall befürchtet jedoch, dass man damit einen Wettbewerbsvorteil aus der Hand gibt, der viele Menschen veranlasst hat, nach Hall zu kommen und hier auch einzukaufen. Außerdem sei diese Erhöhung nur deshalb nötig geworden, um den Regiobus zu finanzieren. "Wir steigen den Bürgern dieser Stadt rigoros in die Tasche", gibt Eva Posch zu bedenken. Aber auch Tina Haselwanter sprach sich gegen eine Erhöhung aus, da die Befürchtungen, die ursprünglich bei der Einführung der Parkraumbewirtschaftung gehegt worden waren, nicht eingetreten sind. Deshalb sei es nicht gerade sinnvoll, hier wieder Unruh hineinzubringen. Mit 11 zu 10 Stimmen für die Einführung der Gebühren ging die Abstimmung dann auch denkbar knapp aus.
 
 

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