Moschee am Ortsrand von Hall vor Baubeginn
Hall in Tirol
Dienstag, den 15. November 2005 um 16:17 Uhr
Seit 32 Jahren gibt es in Hall in Tirol bereits ein Gebetshaus. Schon lange platzt dieses jedoch aus allen Nähten und der Wunsch nach einer Moschee und einem Vereinshaus wurde unter den knapp tausend Hallern mit islamischen Glauben immer größer. Aus diesem Grund begann der türkisch-islamischen Verein in Hall und dessen Obmann Ahmed Özer vor vier Jahren mit der Suche nach einem geeigneten Platz. Am Ortsrand wurde der Verein in Zusammenarbeit mit der Gemeinde fündig und ein Grundstück in eine Sonderfläche für einen islamischen Gebetsraum mit Vereinsheim gewidmet. „Am Mittwoch bekomme ich den Baubescheid und wenn es keine Einsprüche der Nachbarn mehr gibt, sollten wir am 12. Dezember mit dem Bau beginnen können“, erklärt Özer. In einem ersten Schritt soll die alte Schlosserei im Westen von Hall in knapp einem halben Jahr ausgebaut werden, so der Obmann: „Viele Freiwillige wollen helfen. Es wird einen Gebetsraum unten geben, einen für Frauen im ersten Stock, Waschräume, eine Wohnung für den Vorbeter, ein Vereinslokal und einen Unterrichtsraum.“
Mit großer Sorge blickt die türkische Gemeinde in Hall nach Telfs – eine derartige Entwicklung soll auf jeden Fall vermieden werden. Özer kündigt daher an: „Wir wollen auf keinen Fall gegen den Willen der Bevölkerung etwas bauen. Ich habe mit dem Bürgermeister gerade heute noch gesprochen und wir sind uns einig, dass wir später über einen weiteren Ausbau reden.“ Ob die Moschee ein Minarett sowie eine Kuppel später erhält, ist derzeit noch offen. Laut einem ersten Plan würden allerdings beide Elemente den Dachfirst nicht überschreiten.
 
 

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